KONJAK – Low Carb? No Carb!

Mit weniger Kilokalorien als eine Salatgurke erstaunt die Wunderwurzel aus Asien insbesondere mit ihrer Vielseitigkeit – Konjak ist nicht nur in ernährungsspezifischen Fragen ein Thema, sondern auch hinsichtlich seiner filmbildenden und hydratisierenden Eigenschaften für eine äußere Anwendung sehr beliebt. Was es mit der seltenen Wurzel auf sich hat, wie man Konjak einsetzen kann und welche phantastische Wirkung dabei zu erwarten ist verrät diese Seite hier.


 

Was ist Konjak eigentlich und wo kommt es her?

 

Konjak - asiatische WunderpflanzeDie Kojakwurzel ist Teil einer seltenen, in Asien vorkommenden Pflanze namens Amorphophallus konjac, auch als Teufelszunge oder Tränenbaum bekannt. Die mehrjährige Krautpflanze bevorzugt ein (sub)tropisches Klima und ist insbesondere im ostasiatischen Raum von Japan und China bis hin nach Indonesien weit verbreitet, wo sie bei etwa 16 Grad Jahresdurchschnittstemperatur auf einer Höhe von 600 bis 2500 Metern wächst. Grundlage für das Wachstum bildet dabei eine mit bis zu 25 Zentimeter Durchmesser große Wurzel, die eigentliche Konjakwurzel, die nicht sowohl für kosmetische Produkte als auch in der Lebensmitteindustrie ihren Einsatz findet. Während Konjak in der japanischen Küche häufiger verwendet wird, zählt das Mehl der Konjakwurzel in der EU zu den Lebensmittelzusatzstoffen und trägt die Bezeichnung E 425.

 

Was ist das Besondere an der Konjakwurzel?

 

Dass sich Produkte wie Konjaknudeln oder Konjakreis, kohlenhydratfreies Konjakmehl oder Kosmetikprodukte wie der Konjak-Schwamm auch hierzulande verbreiten ist insbesondere auf die Vielseitigkeit der „Wurzel ohne Kohlenhydrate“ zurückzuführen. Häufig zu Mehl oder Pulver verarbeitet besteht Konjak zu etwa der Hälfte aus Glucomannan, einer zähen, stärkeähnlichen Substanz die 50mal so viel Wasser bindet wie ihr Eigenvolumen beträgt. Während Stärke rund ein Viertel der Konjakwurzel ausmacht, entfallen 2 bis 5 % auf Zellulose und 5 bis 10 % auf Fett – die restlichen knappen 10 Prozent verteilen sich mit annähernd gleichem Verhältnis auf Zucker und Mineralien.

Bestandteile von Konjak

 

– GLUCOMANNAN –

Vollkommen frei von Kohlenhydraten, dafür voll von Ballaststoffen – nahezu kalorienfreie Glucomannan Produkte wie beispielsweise Konjaknudeln und Konjakreis werden insbesondere im Zuge einer Diät, zur Gewichtsreduktion oder bei einer Low Carb Ernährungsweise immer beliebter. Mit rund einem Vierfachen an löslichen Ballaststoffen (im Gegensatz zu Vollkornbrot mit nur etwa 12 Prozent) ist die Konjakwurzel die üppigste bekannte Glucomannan-Quelle. Weil lösliche im Gegensatz zu unlöslichen Ballaststoffen ein Vielfaches ihres eigenen Volumens an Wasser speichern können, ist ihre Wirkung beim Abnehmen grandios. In Wasser gelöst wird die Konsistenz von Glucomannan etwa gummiartig mit einer weiß-beigen Färbung.

 

Wie schmecken Konjakprodukte?

 

Spaghetti, Fettucine, Penne – ob Nudeln oder doch lieber Reis, die Auswahl an Konjakprodukten kann sich sehen lassen, dabei ist die Grundlage immer dieselbe: neben 97 % Wasser enthalten die nahezu kohlenhydratfreien Low Carb Neuheiten knappe 3 % Konjakmehl, das aus der Knolle der Teufelszunge gewonnen wird. In Japan wird die zu Mehl verarbeitete Konjakwurzel mit Wasser vermischt und der daraus entstehende Teig weiterverarbeitet, bis er etwas dickeren Glasnudeln gleicht. Die betrifft nicht nur das Aussehen, sondern auch den Geschmack, denn Konjaknudeln und Co sind in der Tat geschmackslos. Weil sie gleichzeitig aber perfekte Geschmacksträger für sämtliche Aromen sind, ergeben sich in der Küche ganz neue Einsatzgebiete. Lediglich die glibberige Konsistenz der Nudeln kann durchaus gewöhnungsbedürftig sein, ebenso wie der teils fischige Geruch, der sich aber unter fließendem Wasser gut abspülen lässt.

 

Wie wirkt die Wurzel?

 

In Japan gilt Konjak schon seit 1500 Jahren als Heilpflanze mit lebensverlängernden Wirkung und auch hierzulande wird Konjak insbesondere wenn es ums Abnehmen oder eine bewusste Low Carb Ernährung geht immer beliebter. Glaubt man der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit reichen bereits 3 Gramm Konjakpulver täglich um der Traumfigur nahe zu kommen und zielsicher Gewicht zu verlieren. Grund hierfür ist der Hauptbestandteil der Konjakwurzel, die Glucomannane und die damit verbundenen Eigenschaften von Konjak:

 

 – BINDET FETT –

Nicht nur Wasser, auch Fett kann in großen Mengen gebunden und absorbiert werden. Dadurch sinkt die Gesamtfettaufnahme einer Mahlzeit erheblich, was nachweislich nicht nur der Gesundheit sondern auch dem Gewicht zu Gute kommt.

 

– MACHT SATT –

Weil sich Glucomannane in Verbindung mit Flüssigkeit auch im Verdauungstrakt massiv ausdehnen, macht Konjak angenehm und langanhaltend satt. Es werden dadurch nicht nur geringere Portionen und weniger Kilokalorien aufgenommen, sondern auch die Kohlenhydrate in der Nahrung minimiert.

 

– REDUZIERT HUNGER –

Das Hormon Ghrelin ist mitverantwortlich für Appetit und Hunger – ist der Ghrelinspiegel hoch kommen auch die Heißhungerattacken. Konjak wirkt sich positiv auf diesen Pegel aus und hält ihn niedrig, wodurch automatisch kleinere Portionen gegessen werden, Heißhungerattacken vorgebeugt und die Kalorienzufuhr minimiert wird.

 

Wie verwende ich die Konjakwurzel?

 

Konjak - vielseitig verwendbarAls rein pflanzliches Produkt wird Konjak schon seit Jahrhunderten in der Heilkunde eingesetzt und findet zunehmend auch im Wellness- und Fitnessbereich Anwendung. Zumeist wird die Konjakwurzel zur Gewinnung von Mehl herangezogen und findet als solches in verschiedenste Produkten der Lebensmittelindustrie seine Verwendung. Nachdem die Japaner schon lange um den Nutzen der Konjakwurzel wissen und zu einem festen Bestandteil gesunder Lebensmittel machten, steht Konjak seit Februar 1998 auch auf der „New Food Resource List“. Noch im selben Jahr genehmigte auch die EU Konjak-Erzeugnisse bei denen eine Konzentration von maximal 10 Gramm auf 1 Kilogramm vorliegt – sowohl im Lebensmittelbereich als auch bei kosmetischen Produkten.

 

– ZUTAT KONJAKMEHL –

Das fast geschmacksneutrale Konjakmehl kann in der Küche vielseitig verwendet werden: angerührt in Wasser bekommt es eine gelartige Konsistenz sodass es in allen Speisen zum Eindicken und Anbinden genutzt werden kann. Gerade im Bereich der vegetarischen oder veganen Ernährung, aber auch bei Allergien eignet es sich deshalb ideal als als Verdickungs- und Bindemittel – vegan und glutenfrei.
Täglich in den Speiseplan integriert sollte Konjakmehl nicht übermäßig verzehrt sondern auf eine Tagesration von 2 bis 3 Gramm beschränkt werden. Gleichzeitig muss auf eine reichliche Wasserzufuhr von mindestens 2 Litern am Tag geachtet werden. Zur einfacheren Handhabung wird insbesondere bei reduzierenden Diäten gern auf Konjak Kapseln zurückgegriffen, die 30 Minuten vorn einer Mahlzeit eingenommen das Sättigungsgefühl verstärken und so zu einer gesunden Gewichtsreduzierung beitragen.

Nährwertangaben je 100 Gramm Konjakmehl:

Energie 12 kcal
Kohlenhydrate 0 g
davon Zucker 0 g
Eiweiß 2,6 g
Fett 0,1 g
Ballaststoffe 77 g

 

– KALTSPEISE –

Einfach, kalorienarm und vitalstoffreich ist beispielsweise eine Kaltspeise aus Konjak: dazu einfach 2 Teelöffel Konjakpulver in etwa 200 ml Flüssigkeit (Wasser, Milch, Buttermilch) einrühren und nach Belieben mit einem Schuss Fruchtsaft oder einem Löffel Goji-Beeren, Granatapfel-Kernen oder Cranberrys abschmecken und für etwa eine Stunde kaltstellen.

 

– KONJAKNUDELN –

Konjakmehl ist auch Grundlage für die in Japan beliebten Konjaknudeln, auch bekannt als Shirataki-Nudeln. Ähnlich Glasnudeln werden sie oftmals in Eintöpfen und Suppen als Einlage verwendet, weil sie sehr sättigend wirken ohne dabei ein Völlegefühl hervorzurufen. Außerdem besitzen 100 Gramm Konjaknudeln nur etwa 5 Kilokalorien.

So geht’s:

Nudeln gut einweichen und das Wasser anschließend wegschütten. Um einen merkwürdigen Beigeschmack zu vermeiden noch einmal gründlich waschen. Weil die Konjaknudel selbst keinen wirklichen Geschmack hat empfiehlt sich das Kochen, Braten oder Schmoren mit einem starken Geschmacksträger.

 

– KONNYAKU –

So gut wie ohne Eigengeschmack und perfekter Träger für vielerlei Geschmacksstoffe und Aromen ist Konnyaku im Prinzip Konjakmehl in Blockform. Geschätzt für seine Konsistenz lässt es sich unkompliziert verarbeiten: wie auch die Konjak Nudeln das Konnyaku einweichen und gründlich waschen. Anschließend beispielsweise mit Chili und Sesam anbraten und zusammen mit Gemüse oder Fleisch servieren. Ein langes „ziehen lassen“ sorgt dafür, dass viel Geschmack angenommen wird. Frisch und selbst zubereitet ist das Gelee aus Konjakmehl noch besser!

So geht’s:

Für etwa 300 Gramm Konnyaku werden neben 10 Gramm Konjakpulver noch etwa 360 ml Wasser, sowie ¼ Teelöffel Löschkalk (Calciumhydroxid) benötigt.

Konjakpulver gut mit etwa 320 ml erhitztem Wasser vermischen bis es gelartig dick wird und für gut 30 Minuten ziehen lassen. Zwischenzeitlich den Löschkalk in 40 ml Wasser lösen, dem Gelee zugeben und mit der Hand für 3 bis 5 Minuten gut einkneten. Die Masse nun in ein Gefäß mit etwa 3 cm hohem Rand geben und erneut 30 Minuten zeihen lassen. Im letzten Schritt wird das Konnyaku Gel – das sich mit etwas Wasser obenauf besser aus der Schale lösen lässt – bei schwacher Hitze langsam zum Kochen gebracht und muss anschließend für etwa eine halbe Stunde ohne Deckel köcheln. Abgekühlt kann das Konnyaku Konjak Gel in seinem Kochwasser für etwa 5 bis 6 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

 

Abnehmen mit der asiatischen Wunderwurzel

Konjak - Abnehmen natürlich und gesundKonjak und das darin enthaltene Glucomannan sind bekannt für ihre enorme Quellwirkung – mit einer Wasseraufnahme von einem 50fachen der Eigenmasse sorgen Konjakmehl und Co. für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl was insbesondere in Zeiten strenger Diäten von großem Vorteil ist. Unterstützt wird dieser Effekt durch die Vielzahl der enthaltenen Ballaststoffe: Rund Dreiviertel der Konjakwurzel besteht aus unverdaulichen Kohlenhydraten, die nicht nur eine niedrige Energiedichte aufweisen sondern auch nur ein Minimum an Kilokalorien liefern. Auch Studien belegen die positive Wirkung von Konjak wenn es um die Gewichtsreduktion geht ausgehend von 3 Mal täglich je 1 Gramm Konjakpulver auf ein bis zwei Gläser Wasser direkt vor einer Mahlzeit. Wichtig dabei ist jedoch eine hohe Wasseraufnahme da eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr in Verbindung mit der Einnahme von Konjak zu Magenproblemen führen kann.


Low Carb? Mit einer Kohlenhydratmenge von nahezu Null müsste Konjak eigentlich No Carb genannt werden. Doch nicht nur wegen ihrer minimalen Kalorienzahl ist die Konjakwurzel interessant, denn die folgenden Vorteile für die Gesundheit machen die Knolle zu einem Abnehmmittel ohne Gleichen:

  • Konjakpulver senkt Cholesterin und Blutfettspiegel zuverlässig und signifikant
  • Konjakpulver kontrolliert den Blutzuckerspiegel und beeinflusst diesen positiv
  • Konjakpulver beugt Insulinresistenz als Vorstufe zu Diabetes vorbeugen
  • Konjakpulver reguliert die Verdauung, bindet Wasser und regt die Darmbewegung an
  • Konjakpulver pflegt Darmflora und Schleimhaut, sodass sich nützliche Bakterien vermehren
  • Konjakpulver beugt Krebs vor indem es die Aktivität von ß-Glucuronidase senkt
  • Konjakpulver stärkt das Immunsystem indem körpereigenen Antioxidantien verstärkt und freie Radikale minimiert werden